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Fran Osrečki

@franosrecki

Professor of sociology at HWR Berlin | theories, organizations, ideologies

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calendar_today22-09-2013 13:56:18

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Letzte Woche durfe ich auf Bayern 2 in der Sendung "Sozusagen" über mein neues Buch sprechen. Hier die Aufnahme. Danke an Tobias Stosiek für das Interview. br.de/radio/bayern2/…

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Angesichts politisch sortierter Elektorate ist die große Herausforderung der politischen Soziologie eine Wiederentdeckung der und ernsthafte Auseinandersetzung mit der Idee des Pluralismus.

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Die latente Funktion apokalyptischer Szenarien besteht darin, sich über die viel furchterregendere Vision des langsamen Verfalls keine Sorgen machen zu müssen. Bei Apokalypsen ist alles schnell vorbei.

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Es ist ein großer, aber verzeihlicher soziologischer Fehler, die Geschmacksurteile der Oberschicht für gesellschaftsweit maßgeblich zu halten. Es ist ein unverzeihlicher soziologischer Fehler, die Geschmacksurteile von GEWIs dafür zu halten. Dies macht m.E. Hanno Sauer.

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Ab einer gewissen Schwelle der sozialen Ungleichheit greift Bourdieus Konzept von Distinktion nicht mehr. Weil soziale Klassen sich in ästhetischer Hinsicht überhaupt nicht mehr an einander orientieren. Diese Schwelle hat die moderne Gesellschaft überschritten.

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Ich frage mich, wie man Klassenkämpfe als Wettkämpfe um Status fassen will, wenn zB Mittelschichten den Lebensstil der schicken Klassen nicht mehr für maßgeblich halten. Zumindest beim Essen scheint der "legitime Geschmack" verloren gegangen zu sein. faz.net/aktuell/wissen…

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Der erste Schritt zur Vereinheitlichung der Sozialwissenschaften ist die Unterscheidung zwischen Normativität und Aktivismus. Nicht die zwischen Normativität und Werturteilsfreiteit.

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Am Balkan ist es üblich, den politischen Gegner anzugreifen, indem man aufzeigt, dass dessen Familie schon seit Generationen dieselbe politische Gesinnung hatte. Interessanter Weise stimmt das sehr oft auch.

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Wenn es in der Gesellschaft unterschiedliche, also von einander unabhängige Statushierarchien gibt, dann ist die Aussage "Menschen konkurrieren um Status" genauso richtig, wie trivial. Ja um welchen denn?

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Bei deutschen Konzepten der Bürgerbeteiligung geht es nicht um "mehr Demokratie wagen". Man versucht vielmehr ein halbwegs zivilisiertes und kooperierendes Gegenüber selektiv zu aktivieren, das den Parteien aufgrund des Mitgliederschwundes abhanden gekommen ist.

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Ein altes soziologisches Argument: in Bürgerkonferenzen setzen sich die Gebildeten, Zivilisierten, Meinungsstarken und rhetorisch Geschickten durch. Also Bias. Neues Argument: gut so, denn so wird in Beteiligungsformaten dem Pöbel der Populismus ausgetrieben.

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Soziologen sagen ja immer: die Gesellschaft ist kein Organismus. Aber *dieselben* Soziologen sagen auch: Gesellschaften können "veränderungsmüde" oder "reformgestresst" sein. Sind das nur Ausrutscher oder ist das methodologischer Individualismus am Limit?

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Es müsste im Umfeld von Sahra Wagenknecht zumindest einen Soziologen geben, der sagt, dass eine ethnisch diverse Arbeiterklasse (a) nicht mehr kollektiv handlungsfähig ist und (b) einen weiteren Ausbau des Wohlfahrtsstaates verunmöglicht. Läge eigentlich nahe.

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Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, dass der Geschichtsrevisionismus der europ. Rechten vor allem ein *Geschichts*Revisionismus ist. Es sollen keine Grenzen verschoben werden. Man will über das Unrecht, das einem dereinst widerfuhr, reden und schreiben und trauern.

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Alle Soziologen träumen davon, eines Tages keine Soziologen mehr sein zu müssen und auf Podien das zu sagen, was auch die Bundeszentrale für politische Bildung sagt. Zb dass soziale Ungleichheit Gesellschaften voll destabilisiert.

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Wenn man Adam Tooze zuhört, bekommt man den Eindruck, dass China lauter Dinge tut, die viele andere moderne Staaten auch tun. Nur dass es im chinesischen Falle immer legitim ist.

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Die Vorstellung, dass der Rechtspopulismus im Grunde eine Revolte gegen soziale Ungleichheit sei und dass Wähler solcher Parteien im Geiste also eigentlich Linke seien, ist progressives wishful thinking.

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Für Deutschlandfunk Kultur hat Christian Schüle mein Buch über Laien renzensiert. Hier zum Nachhören. deutschlandfunkkultur.de/buchkritik-lai…